Montag, 21. September 2009

archivbild IV


was überdauert die kastanienbäume
säumen alleen mit angeschlossenen
bildsequenzen häuser vorgärten
kinderspielzeug hinter den fenstern
kaltschaum gepresst in die sitze
der couchgarnituren eine haltbarkeit
ohne garantie geräuschvarianten
von luft in eingerenkten zimmern
und licht gebrochen von den maschen
der zäune gedachte wälder vielleicht

Kommentare:

  1. ...was überdauert...
    bäume, häuser, billige einrichtung... ist es diese schlichtheit, die die rebellion hervorruft, den abscheu?

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  2. Nicht die Schlichtheit, denke ich - eher die Endlosschleife.

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  3. ich hatte auch so ein Gefühl, vor einigen Monaten, da packte mich der Abscheu vor dieser Endlosschleife, wie du schreibst, und es wurde folgendes Gedicht daraus, ich schick es Dir auf diesem Weg, vielleicht interessiert es Dich ja, was jemand anders zu eben dem selben Thema dichtelt:



    Der Straßen Komplex

    Der Straßen Komplex,
    pflastersteinversiegelt, ist
    das Leben vieler Leben,
    graugrau mit rostigem Rot.

    Blutrot, fleckig eingedickt,
    davon in Monotonie erstarrter,
    kästchenweise geäderter Raster,
    vorgedacht und ausgefüllt.

    Schritte und Weg, Straße,
    Gang und Tritt, Stufe, Stufen,
    Naturstein, Beton, Beton,
    Beton, Beton, usw.

    Schenk mir die Worte
    mich hinwegzuträumen,
    Klack... klack... den Mut,
    mich hinwegzuretten.

    Schritte, verklungen, verrauscht.

    Verzagtes Tapp-Tapp,
    entlang der Spur, so farblos,
    lückenlos gefüllt mit nur
    der einen Form, befriedigt.

    Schattenhaft Nuancen nuancierend,
    ohne den Lichtpunkt, ohne den
    Klang, der zart den Sinn verzaubert,
    der aus dem Gleis springt.

    Der Punkt, der mehr will
    als nur den Akt,
    der entartet, platzt
    und Grün gebiert.


    Das ist eines meiner eigenen Lieblingsgedichte, was denkst Du?

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  4. ...muss hinzufügen, dass ich es auf den Blog von miro dusanic gestellt hatte, nur der Vollständigheit halber...

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