Donnerstag, 12. Dezember 2013

Jahreskarte





Montag, 25. November 2013

Jahreslesung 2013


Am ersten Freitag im Dezember findet die Jahreslesung des Forums Hamburger Autoren statt. Nachdem ich letztes Jahr ausgesetzt habe, bin ich diesmal wieder unter den Lesenden. Außerdem gibt es Texte von Sigrid Behrens, Karen Köhler, Tanja Schwarz, Oskar Sodux und Silke Stamm.

Statt unseres üblichen Jahrbuchs haben wir uns mal etwas anderes einfallen lassen: Ein Päckchen mit "Jahreskarten" - mehr wird noch nicht verraten. Auch die Einzelpublikationen der Forumsmitglieder liegen natürlich wieder auf dem Büchertisch und können erstanden werden.

Die Jahreslesung findet am Freitag, den 6. Dezember (20 Uhr) im Kulturhaus Eppendorf statt. Der Eintritt beträgt 5,- Euro, und nach der Lesung warten wie immer zwei leckere Suppen auf die Zuhörer, sodass niemand hungrig nach Hause gehen muss.

Samstag, 23. November 2013

Duckmäusertum


Ein Jammer, dass sich solche Äußerungen nur leisten kann, wer nicht viel zu sagen hat.




Montag, 18. November 2013

"Herr Busfahrer, greifen Sie doch mal ein!"


Viele Leute sitzen lieber im Bus als zu stehen. Manche sogar um jeden Preis.

In den Hamburger Buslinien 9 und 262 in Richtung Wandsbek Markt gibt es fast nie einen Sitzplatz, wenn ich an der drittletzten Haltestelle zusteige. Häufig fährt der Bus inzwischen sogar ohne anzuhalten an mir vorbei, weil er überfüllt ist. Heute Morgen, um Viertel nach neun, gab es im 262er mit viel Gequetsche gerade noch ein paar letzte Stehplätze. An der Haltestelle Holzmühlenstraße stieg unter anderem ein Mann zu, der an Krücken ging und einen Schwerbehindertenausweis vorzeigte, mit dem er hoffte, den für solche Fälle vorgesehenen Sitzplatz direkt hinter dem Fahrer freigemacht zu bekommen. Doch die Platzinhaberin (ohne Schwerbehindertenausweis und ohne offensichtliches gesundheitliches Problem) verweigerte hartnäckig das Aufstehen.

Während der Busfahrer seine Verspätung aufzuholen versuchte, indem er bereits losfuhr, als er noch Fahrkarten an zugestiegene Fahrgäste ausdruckte, entwickelte sich ein lautes Streitgespräch zwischen der Sitzplatzinhaberin und einigen stehenden Fahrgästen. "Herr Busfahrer, greifen Sie doch mal ein!", verlangte die Wortführerin der Stehenden schließlich. Nach einer kleinen Unmutsäußerung tat dies der lenkende und zugleich Fahrkarten ausgebende Busfahrer. Wenn jemand einen Schwerbehindertenausweis habe, rief er nach hinten, solle man demjenigen den Platz freimachen. Der Mann mit den Krücken schwankte derweil bedrohlich hin und her und wurde - da hatte die Enge im Bus mal ihr Gutes - hauptsächlich durch die umstehenden Fahrgäste aufrecht gehalten.

Doch selbst nach der Ansage des Busfahrers weigerte sich die Sitzende, ihren Platz freizugeben. Sie sei auch krank, habe "Probleme mit Lunge, mit Herz, mit allem" und bekäme bald ebenfalls einen Schwerbehindertenausweis. Abnehmen wollte ihr das keiner so recht. "Selbst wenn", brachte es die Wortführerin auf den Punkt, "jetzt haben Sie keinen". Es fehlte nicht viel, und einige hätten die behauptete Kranke gewaltsam vom Sitz gezerrt. Zumindest die Probleme mit der Lunge waren bei ihrem stimmgewaltigen Gekeife aber auch schwer nachzuvollziehen. Und für ihr Herz wäre es vermutlich besser gewesen, die Streiterei bleiben zu lassen. Vielleicht auch, acht bis zehn Kilo abzunehmen.

Irgendwann gab man es auf, die Frau von ihrem Sitzplatz vertreiben zu wollen. Ein anderer Fahrgast machte seinen Platz für den Mann frei.

Ich habe in den völlig überfüllten Bussen in Richtung Wandsbek Markt schon einiges an Aggressionen miterlebt. Immer wieder einmal kommt es vor, dass sich der halbe Bus an irgendeiner Sache hochschaukelt. Aber wen wundert es, dass bei der herrschenden Enge die Fetzen fliegen und jemand Federn lassen muss: Kleingruppenhaltung.

An dieser Stelle mal ein Tipp an den HVV: Die Busfahrpläne an die in den letzten Jahren rasant angestiegenen Fahrgastzahlen anzupassen, würde zwar nicht gegen die Engstirnigkeit mancher Menschen helfen, könnte aber so einigen Situationen die Schärfe nehmen.

Donnerstag, 1. August 2013

Weichspülerfrösche


Früher war die TV-Werbung zwar auch nicht unbedingt besser als heute, aber immerhin eingängiger. Da gab es in unverdünntem Geschirrspülmittel badende Hände, in Milch schwimmende Schokoriegel, und die Ergiebigkeit des Weißen Riesen wurde anhand schneeweißer Bettlaken demonstriert, die an endlos langen Wäscheleinen über grüne Wiesen flatterten. Das versteht man. Das behält man im Kopf. Und dass die dazugehörigen Werbetexte in korrektem Hochdeutsch formuliert daherkamen, war eigentlich nur eine nette Beigabe.

Heute fehlen sie meist, die eingängigen Bilder. Was aber noch viel schlimmer ist, man muss die Texte erst einmal übersetzen. Englisch, das keines ist, stellt hierbei noch das geringste Problem dar, deshalb will ich darauf auch gar nicht näher eingehen. Viel gravierender verhält es sich nämlich im Bereich der deutschen Sprache. Dass "so 'ne fettige Fanne" niemand freiwillig spült, ist kein Wunder. Wenn die Muskulatur im Mund schon derart träge ist, dass sie kein 'Pf' mehr artikulieren kann, wie muss es dann erst um die Hände bestellt sein!

Dramatisch für das beworbene Produkt wird es allerdings, wenn die schludrige Aussprache kontraproduktiv zur beabsichtigten Werbewirkung ist. Wer möchte denn bitteschön, wie Spee es propagiert, jede Menge "Weichspülerfrösche" in seiner Wäsche haben? Da kommen Bilder auf, die schon einen gewissen Ekelfaktor haben.

Ach, übrigens... Dove ist jetzt ganz toll, denn "es enthält Deep Care Complex". Mein erster Gedanke war: Da fehlt doch Artikel, oder? Wenn Dove den oder einen Deep-Care-Complex enthielte, könnte ich damit leben. Aber kann etwas Komplex enthalten? Wenn das stimmt, kriege ich Komplexe.

Doch der gewiefte Leser hat es sicher längst bemerkt: Diese Art der Werbung hat bei mir zweifelsohne ihr (hinter)listiges Ziel erreicht. Pril, Spee und Dove sind in meinem Kopf - und dort nicht mehr wegzudenken. Eine seltsame Aussprache, ein fehlendes Wörtchen im Text, und schon horche ich auf. Wenn dieses Prinzip erst mal die Süßwarenhersteller spitzkriegen, wird es gefährlich. Bei Süßkram kaufe ich nämlich, im Gegensatz zu Waschmittel, Spülmittel und Körperpflegeprodukten, oftmals mehr als nur eine Packung auf Vorrat.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Neue Autorenfotos





















Dienstag, 25. Juni 2013

Neue Weblesung


Wer meine Lesungen aus dem aktuellen Lyrikband verpasst hat, der kann sich ab heute bei den Weblesungen der Hamburger Kulturbehörde drei Gedichte aus dem Buch anhören.

Alle anderen können es auch.

Weblesung "dezimierung der einmachgläser"

Mittwoch, 12. Juni 2013

Liederzyklus JETZT


Zwanzig Gedichte junger deutscher Lyriker hat Stephan Stiens in seinem Liederzyklus JETZT vertont, darunter auch mein Gedicht "europa : notausgang".

Hier die Details zur Uraufführung:

Sonntag, 30. Juni 2013, 20:00 Uhr
JETZT Liederzyklus von Stephan Stiens
20 Lieder für Bariton und Gitarre
nach Gedichten von jungen deutschen Lyriker/Innen
Wolf Matthias Friedrich, Bariton
Stephan Stiens, Gitarre
Kleiner Konzertsaal Gasteig
Rosenheimer Str. 5, 81667 München
Eintritt: 15 €
Unterstützt durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Tonkünstlerverband München e.V.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Lyrik zur TeaTime


Sonntag, 02.06.2013, 17.30 Uhr
TeaTimeLesung

Arne Rautenberg und ich lesen aus unseren im Horlemann Verlag erschienenen Lyrikbänden.
Eine Veranstaltung des Literaturzentrums Hamburg.
Ort: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38
Eintritt: Euro 7,- /erm. 4,-
Kartenreservierungen unter Tel. 2 27 92 03 / 207 69 037 oder Fax 229 15 01

Das Literaturzentrum schreibt zu meinem Buch:
Reflexionen, Erinnerungen, Beziehungen - In Myriam Keils zweitem Gedichtband geht es vielfach um die Verortung des oft wackeligen Selbst und des Gegenübers, die Wahrnehmung von Räumen der Vergangenheit. Die Urbanität als Ort der Selbsttäuschung, Schnelllebigkeit und des Konsums ist ein großes Thema.

Dienstag, 23. April 2013

"Harburger AusLese" mal anders


Am nächsten Montag ist es soweit - bei der Harburger AusLese lese ich Kurzgeschichten und stelle meinen neuen Lyrikband "dezimierung der einmachgläser" vor.

Das ist aber nicht alles!

Damit der geneigte Zuhörer nach einem ermüdenden Arbeitstag noch die nötige Konzentration für Lyrik aufbringt, habe ich mir zur Auflockerung ein kleines Quiz einfallen lassen, das kaum mit Wissen, dafür aber viel mit Gespür und Glück zu tun hat. Der Gewinner erhält ein Exemplar meines ersten Lyrikbandes "ein platz am fenster".

Das alles am Montag, den 29.04.2013,
um 19.30 Uhr in der KulturWerkstatt Harburg.

Mittwoch, 13. März 2013

dezimierung der einmachgläser


Pünktlich zur Buchmesse erscheint mein neuer Lyrikband.

Erstmals vorstellen werde ich ihn am 16. März in Leipzig (Schumann-Haus, Beginn 20.30 Uhr).




dezimierung der einmachgläser

96 Seiten, Klappenbroschur,
ISBN 978-3-89502-350-7,
Edition Voss im Horlemann Verlag,
Preis: 14,90 Euro


Dienstag, 5. März 2013

Meine Lesetermine im März / April


# Samstag, 16.03.2013, 20.30 Uhr
Leipziger Buchmesse / Leipzig liest

Schumann-Haus, Inselstr. 18, 04103 Leipzig (Ost)
Der Horlemann Verlag präsentiert die neue Reihe LYRIKPAPYRI: Gregor Däubler, Myriam Keil, Andreas Münzner, Arne Rautenberg, Sabine Schiffner und Ursula Teicher-Maier lesen aus ihren Gedichtbänden.
Moderation: Mathias Jeschke
Eintritt frei

# Samstag, 23.03.2013, Beginn 9.00 Uhr
Literarischer März 2013
Lyrik-Wettbewerb um den Leonce-und-Lena-Preis sowie die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise

Centralstation, Im Carree (Nähe Luisenplatz), Darmstadt
Literatur/Saal bestuhlt, freie Platzwahl
Lesungen sowie öffentliche Diskussion der Jury, Moderation: Insa Wilke (bis 17.00 Uhr)
(Beginn jeweils 9.00 Uhr, 11.15 Uhr und 15.00 Uhr)
Die Lesereihenfolge der 9 Finalisten wird am Vortag ausgelost.
Eintritt frei
Einlass 8.30 Uhr sowie in den Pausen zwischen den Lesungen (ca. 11.00 und 14.45 Uhr)
Veranstaltet von der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Kooperation mit der Centralstation

# Sonntag, 21.04.2013, 17.05-18.00 Uhr
Hamburger Lokalradio
(96.0 MHz)
Lesung und Interview in der Sendung "Jazz und Literatur"

# Montag, 29.04.2013, 19.30 Uhr
Harburger AusLese

KulturWerkstatt Harburg, Kanalplatz 6, Hamburg
Lesung von Kurzprosa und Vorstellung des neuen Lyrikbandes "dezimierung der einmachgläser"
Eintritt 5,- Euro

Sonntag, 3. Februar 2013

Suchmeldung


WER WAR DER SYMPATHISCHE JUNGE MANN MIT DEM NETTEN LÄCHELN,
der am 30.01. bei meinem Literatur-Quickie im Feldstern war?

Er war allein da, hat mich unmittelbar nach dem Lesen angesprochen und leider auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Kurz darauf ging er, und niemand wusste, wer er war. Ich würde mich ihm gern nochmal auf dem richtigen Fuß präsentieren und bitte um sachdienliche Hinweise an meine E-Mail-Adresse! :-)

Donnerstag, 10. Januar 2013

Literatur-Quickie Nr. 219


Manchmal ist man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ob es um die Liebe geht oder um die Verlagssuche; manchmal wird man einfach gefunden. Am 30. Januar allerdings solltet ihr euch besser nicht auf Zufälle verlassen, da gibt es nur einen einzigen richtigen Ort in Hamburg, denn ich war fleißig und habe endlich mal wieder einen neuen Prosatext geschrieben. Passt genau in einen 17-minütigen Literatur-Quickie. Der findet dann auch statt.

Am 30.01.2013, um 22.02 Uhr.
Im Feldstern.
Der Eintritt ist frei. Also bringt am besten einfach mit, wen ihr unterwegs noch so findet. Vielleicht geht ihr danach ja nicht allein nach Hause. ;-)

Dienstag, 8. Januar 2013

Buchtipp "Nach dem Amok"


"Nach dem Amok" ist der Buchtipp von Tobias Sommer aus den gestrigen LeseZeichen im Bayerischen Fernsehen.