Dienstag, 8. November 2016

Es ist still geworden.


Das Leben ist mehr als Literatur. Und doch wächst sie im Verborgenen, um eines Tages zu erscheinen. Das dauert gar nicht mehr so furchtbar lange. Auch wenn vorher noch anderes passiert.

Bis dahin bleibt es hier still. Heute ist im Hamburger Winter der erste Schnee gefallen. Er blieb nur liegen auf den Dingen, die kalt genug waren. Weniges ist kalt genug, wenn der Puls hoch ist und man trotzdem still bleibt. Das Leben ist mehr als Literatur.

Dienstag, 14. April 2015

Über Beinfreiheit, Respekt und Eier


Wer diesen Blog verfolgt, weiß, dass die öffentlichen Verkehrsmittel ein immer wieder gerne thematisiertes Feld darstellen. Nach meinen gestrigen Erfahrungen in der Hamburger U-Bahn-Linie U1 bin ich geneigt zu sagen: Schlachtfeld. Ich bekam einen Tritt gegen das Schienbein und konnte nur knapp einem beherzten Schlag ausweichen. Wohlgemerkt: Die körperlichen Zuwendungen kamen von unterschiedlichen Personen. In unterschiedlichen Wagons. Ohne jeden Zusammenhang. Jedoch innerhalb eines Zeitraums von nur wenigen Minuten.

Es ist gegen 19.30 Uhr, ich steige am Hauptbahnhof in die U1 Richtung Hamburg-Wandsbek. Die Hochbahn hat eines der alten Zugmodelle eingesetzt - das mit den wenigen Sitzen und den zuknallenden Türen, dessen Einfahren die Leute am Bahnsteig gerne zum Verdrehen der Augen oder zum leisen Seufzen animiert. Es sind sechs Haltestellen bis zu meinem Ziel, die planmäßige Fahrzeit für diese Strecke beträgt neun Minuten. Vor mir steigt ein dunkelhäutiger Mann um die dreißig ein, der sich wie ich in den kleineren Sitzbereich nach links begibt; dort befindet sich am Ende des Wagens eine komplett durchgehende Bank, dieser gegenüber ein Einzelplatz sowie eine Zweierbank. Der Mann wählt den Einzelplatz. Ich setze mich auf die durchgängige Bank, auf den Platz, der als einziger keinen gegenüberliegenden Sitz hat. Ich mag Beinfreiheit.
Der Mann ebenfalls, wie ich bald feststellen werde. Noch während er sich hinsetzt, murmelt er etwas, anscheinend zu der jungen, leicht überschminkten Frau ihm gegenüber (also neben mir). Sie fragt höflich nach. Zurück kommt wieder nur ein unverständliches Murmeln. Es bleibt jedoch nicht lange so ruhig. Ihre Sitzhaltung - übereinandergeschlagene Beine - behält sie bei, was den Mann dazu veranlasst, eine Haltestelle weiter einen lauteren Ton anzuschlagen.
"Können Sie vielleicht mal die Beine nebeneinander stellen und aufhören, mir mit den Schuhen meine Hose dreckig zu machen?"
"Nö, kann ich nicht. Ich sitz hier ganz normal."
"Nimm das Bein runter!"
"Ich war zuerst da. Du kannst ja die Beine anziehen."
"Ich will mich aber normal hinsetzen. Mach jetzt Platz hier!"
"Bla, bla, ich hör dich gar nich. Sprich mit meinen Händen!"
Das tut der Mann nicht, er spricht lieber mit ihren störenden Beinen, indem er kräftig dagegen tritt.
"Ey, spinnst du? Hast du kein' Respekt gelernt?"
Es folgen lautstarke gegenseitige Beschimpfungen, gepaart mit weiteren Tritten von beiden Seiten, von denen auch ich einen abbekomme.
Nach drei der sechs Haltestellen meiner Fahrt beschließe ich, den Wagen zu wechseln. Ich habe neun Stunden Arbeit hinter mir, ich bin müde und möchte nicht mitspielen.
"Ich will mich frei fühlen!", höre ich den Mann rufen, als ich den Wagen verlasse. Das klingt ein bisschen schön und ein bisschen traurig.

Ich befinde mich nun im allerersten Wagen des Zuges. Bis zur nächsten Haltestelle bleibt es ruhig. Dort schließen sich die Türen der U-Bahn, doch vor dem Anfahren hämmert eine blonde Frau, vermutlich in den Vierzigern, von außen dagegen. Der Fahrer macht mehrfach die Durchsage, man solle vom Zug zurückbleiben. Doch das kümmert die Frau nicht, sie ist viel zu beschäftigt damit, einen (der Optik nach möglicherweise türkischstämmigen) Fahrgast hinter der Tür anzubrüllen, mit üblen Schimpfworten zu belegen und ihm durch die Scheibe den Mittelfinger zu zeigen. Das Arschloch solle sie gefälligst reinlassen. Der Angesprochene ignoriert die Frau. Und er könnte auch gar nichts tun, selbst wenn er wollte, denn die Türen sind längst vom Fahrer verriegelt worden, man kommt nicht mehr raus oder rein. Ach ja, der Fahrer... der macht nun gleich mehrere Fehler: Er öffnet die Tür seiner Kabine zum Bahnsteig hin. Die Frau lässt daraufhin von dem unerreichbaren Fahrgast ab und schießt auf den Fahrer zu, der sich, obwohl er auch noch von ihr angepflaumt wird, breitschlagen lässt, die Türen nochmal zu öffnen und die Verrückte mitzunehmen. Vielen Fahrgästen steht die Verständnislosigkeit über diese Entscheidung ins Gesicht geschrieben. Die Frau poltert in den ersten Wagon. Sie führt ein winziges, verängstigt dreinschauendes Hündchen mit sich und brüllt nun wieder mit allem, was ihre rauchige Stimme mit ausländischem Akzent hergibt, den verhassten Fahrgast an.
Der Fahrer öffnet jetzt die Tür seiner Kabine zum Innenbereich des Wagons.
"Ich habe Sie extra noch reingelassen, jetzt verhalten Sie sich auch ruhig."
Das tut die Frau exakt so lange, bis er losgefahren ist. Dann brüllt sie weiter, setzt sich breitbeinig einem (der Optik nach auch wieder möglicherweise türkischstämmigen) Fahrgast gegenüber, dem sie ihr Hündchen zwischen die Füße schiebt. Sie selbst mag, es ist nicht zu übersehen, Beinfreiheit. Der unfreiwillige Hundesitter wagt nur ganz vorsichtig mit Gesten anzudeuten, dass das Tier da doch irgendwie nicht hingehört.
"Scheiß Ausländer", überschlägt sich ihre Stimme,"ihr seid alle gleich!"
Ihre Aufmerksamkeit verteilt sich ab jetzt gerecht auf beide möglicherweise türkischstämmigen Fahrgäste. Die beiden Männer trennen gut zwei Meter, der eine sitzt, der andere steht, die Frau befindet sich dazwischen, mal sitzend den einen anschreiend, mal aufstehend dem anderen Schläge androhend. Und ich habe auch in diesem Wagen wieder den falschen Sitzbereich gewählt. Ihr Arm verfehlt mich bei einem ihrer angedeuteten Schläge nur knapp.
"In meinem Land lässt man keine Frau mit Hund vor der Tür stehen!", schreit sie den Stehenden an. "Du blöder Wichser!", bekommt der Sitzende zu hören. "Alles total verkommen in diesem Land! Dreckspack!"
Ihr Hündchen kauert derweil mucksmäuschenstill zwischen fremden, möglicherweise türkischstämmigen Beinen und ist dort vermutlich besser aufgehoben als zwischen ihren eigenen, mit denen sie in ihrem Zorn unaufhörlich die wildesten Bewegungen vollführt. Wenn das Tier sie verstehen könnte, würde es sich womöglich fragen, warum sie es nicht in ihr schönes Land mitnimmt, in dem man Frauen mit Hunden nicht vor der Tür stehenlässt und wo es wahrscheinlich auch Bäume gibt, an denen Hundeleckerlis wachsen.

Meine Neun-Minuten-Fahrt in zwei Wagen der U1 geht zu Ende. Ich bin bereits aus der Tür, als ich an der Haltestelle Wandsbek Markt die letzten gebrüllten Worte der Frau vernehme:
"Hast du keine Eier?! Geh Sport machen!"


Hinweis: Etwaige politisch inkorrekte Formulierungen in diesem Eintrag sind entweder beabsichtigt oder der Verfasserin schlichtweg egal. Sie lehnt die sprachliche Gängelung durch vorgegebene (vermeintlich) politisch korrekte Begrifflichkeiten ebenso ab wie durch das Gendering.

Montag, 26. Januar 2015

Jubiläumslesung im Literaturhaus


Wir feiern gerne. Jährlich, und am liebsten Außergewöhnliches. Deshalb veranstaltet das Forum Hamburger Autorinnen und Autoren anlässlich seines 25-jährigen Bestehens eine ganz besondere Jahreslesung. Anders als sonst wird diese nicht im Kulturhaus Eppendorf stattfinden, sondern im Literaturhaus Hamburg.

Dienstag, 03.03.2015, 19.30 Uhr

25 Jahre Forum Hamburger Autorinnen und Autoren
Lesung im Literaturhaus Hamburg
inkl. Präsentation der Anthologie "Aufgeräumt - 25 Jahre Forum Hamburger Autorinnen und Autoren" (Textem Verlag 2015)
Es lesen Sigrid Behrens, Martin Felder, Jonis Hartmann, Nathalie Keigel, Myriam Keil, Sascha Preiss, Maja Rettig, Inga Sawade, Tanja Schwarz und Silke Stamm.

http://www.literaturhaus-hamburg.de/programm/veranstaltungen/2015-03-03/25-jahre-forum-hamburger-autorinnen-und-autoren



Dienstag, 30. September 2014

Nichtgedichte


Als ich das allerletzte Gedicht meines Lebens schrieb, war ich mir dessen sehr bewusst. Es war im November 2012, es war für Katrin Seddig, es war das letzte Gedicht für meinen Lyrikband "dezimierung der einmachgläser". Und eben das allerletzte Gedicht meines Lebens. Denn jenen Lyrikband hatte ich zu einer Zeit begonnen, als ich noch glaubte, dass Lyrik mir etwas bedeuten müsste, da sie mich immerhin umgab und da immerhin Menschen etwas an meiner Lyrik fanden; etwas, das ich selbst nie an ihr finden konnte, so sehr ich auch danach suchte. Ich beendete diesen Band, weil ich gerne Dinge zu Ende bringe. Ich beendete ihn im November 2012, ich hielt ihn in der Hand im März 2013, ich las das letzte Gedicht meines Lebens und fand es seltsam, wie es da so selbstverständlich auf Seite 9 stand, obwohl es doch das allerletzte Gedicht meines Lebens war.

Es kommt bisweilen noch vor, dass ich Worte finde, die sich aneinanderreihen und die früher zum Gedicht geworden wären, sich mehr als nur ein paar weitere Wort-Begleiter gesucht hätten. Heute tun sie das nicht mehr. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind nicht mehr als ein Gedanke, der sich nicht wegbewegt in die Furcht vor sich selbst oder in Abwägungen. Sie halten still in ihrem Moment.

Unter dem Hashtag #nichtgedicht finden sie sich auf meinem Twitter-Account.

Donnerstag, 5. Juni 2014

"ein platz am fenster" zum Sonderpreis


Der fza-verlag wird zum 01.07. an den FZA Verein zur Förderung von Kultur, Kunst und Wissenschaft übertragen und führt daher einen Bücherabverkauf durch. Unter anderem kann mein Gedichtband "ein platz am fenster" zum Sonderpreis von 5,90 € erworben werden. Derzeit sind noch 10 Restexemplare verfügbar.

Bestellungen sind beim Verlag unter bestellung@fza.or.at möglich.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Jahreskarte





Montag, 25. November 2013

Jahreslesung 2013


Am ersten Freitag im Dezember findet die Jahreslesung des Forums Hamburger Autoren statt. Nachdem ich letztes Jahr ausgesetzt habe, bin ich diesmal wieder unter den Lesenden. Außerdem gibt es Texte von Sigrid Behrens, Karen Köhler, Tanja Schwarz, Oskar Sodux und Silke Stamm.

Statt unseres üblichen Jahrbuchs haben wir uns mal etwas anderes einfallen lassen: Ein Päckchen mit "Jahreskarten" - mehr wird noch nicht verraten. Auch die Einzelpublikationen der Forumsmitglieder liegen natürlich wieder auf dem Büchertisch und können erstanden werden.

Die Jahreslesung findet am Freitag, den 6. Dezember (20 Uhr) im Kulturhaus Eppendorf statt. Der Eintritt beträgt 5,- Euro, und nach der Lesung warten wie immer zwei leckere Suppen auf die Zuhörer, sodass niemand hungrig nach Hause gehen muss.

Samstag, 23. November 2013

Duckmäusertum


Ein Jammer, dass sich solche Äußerungen nur leisten kann, wer nicht viel zu sagen hat.




Montag, 18. November 2013

"Herr Busfahrer, greifen Sie doch mal ein!"


Viele Leute sitzen lieber im Bus als zu stehen. Manche sogar um jeden Preis.

In den Hamburger Buslinien 9 und 262 in Richtung Wandsbek Markt gibt es fast nie einen Sitzplatz, wenn ich an der drittletzten Haltestelle zusteige. Häufig fährt der Bus inzwischen sogar ohne anzuhalten an mir vorbei, weil er überfüllt ist. Heute Morgen, um Viertel nach neun, gab es im 262er mit viel Gequetsche gerade noch ein paar letzte Stehplätze. An der Haltestelle Holzmühlenstraße stieg unter anderem ein Mann zu, der an Krücken ging und einen Schwerbehindertenausweis vorzeigte, mit dem er hoffte, den für solche Fälle vorgesehenen Sitzplatz direkt hinter dem Fahrer freigemacht zu bekommen. Doch die Platzinhaberin (ohne Schwerbehindertenausweis und ohne offensichtliches gesundheitliches Problem) verweigerte hartnäckig das Aufstehen.

Während der Busfahrer seine Verspätung aufzuholen versuchte, indem er bereits losfuhr, als er noch Fahrkarten an zugestiegene Fahrgäste ausdruckte, entwickelte sich ein lautes Streitgespräch zwischen der Sitzplatzinhaberin und einigen stehenden Fahrgästen. "Herr Busfahrer, greifen Sie doch mal ein!", verlangte die Wortführerin der Stehenden schließlich. Nach einer kleinen Unmutsäußerung tat dies der lenkende und zugleich Fahrkarten ausgebende Busfahrer. Wenn jemand einen Schwerbehindertenausweis habe, rief er nach hinten, solle man demjenigen den Platz freimachen. Der Mann mit den Krücken schwankte derweil bedrohlich hin und her und wurde - da hatte die Enge im Bus mal ihr Gutes - hauptsächlich durch die umstehenden Fahrgäste aufrecht gehalten.

Doch selbst nach der Ansage des Busfahrers weigerte sich die Sitzende, ihren Platz freizugeben. Sie sei auch krank, habe "Probleme mit Lunge, mit Herz, mit allem" und bekäme bald ebenfalls einen Schwerbehindertenausweis. Abnehmen wollte ihr das keiner so recht. "Selbst wenn", brachte es die Wortführerin auf den Punkt, "jetzt haben Sie keinen". Es fehlte nicht viel, und einige hätten die behauptete Kranke gewaltsam vom Sitz gezerrt. Zumindest die Probleme mit der Lunge waren bei ihrem stimmgewaltigen Gekeife aber auch schwer nachzuvollziehen. Und für ihr Herz wäre es vermutlich besser gewesen, die Streiterei bleiben zu lassen. Vielleicht auch, acht bis zehn Kilo abzunehmen.

Irgendwann gab man es auf, die Frau von ihrem Sitzplatz vertreiben zu wollen. Ein anderer Fahrgast machte seinen Platz für den Mann frei.

Ich habe in den völlig überfüllten Bussen in Richtung Wandsbek Markt schon einiges an Aggressionen miterlebt. Immer wieder einmal kommt es vor, dass sich der halbe Bus an irgendeiner Sache hochschaukelt. Aber wen wundert es, dass bei der herrschenden Enge die Fetzen fliegen und jemand Federn lassen muss: Kleingruppenhaltung.

An dieser Stelle mal ein Tipp an den HVV: Die Busfahrpläne an die in den letzten Jahren rasant angestiegenen Fahrgastzahlen anzupassen, würde zwar nicht gegen die Engstirnigkeit mancher Menschen helfen, könnte aber so einigen Situationen die Schärfe nehmen.

Donnerstag, 1. August 2013

Weichspülerfrösche


Früher war die TV-Werbung zwar auch nicht unbedingt besser als heute, aber immerhin eingängiger. Da gab es in unverdünntem Geschirrspülmittel badende Hände, in Milch schwimmende Schokoriegel, und die Ergiebigkeit des Weißen Riesen wurde anhand schneeweißer Bettlaken demonstriert, die an endlos langen Wäscheleinen über grüne Wiesen flatterten. Das versteht man. Das behält man im Kopf. Und dass die dazugehörigen Werbetexte in korrektem Hochdeutsch formuliert daherkamen, war eigentlich nur eine nette Beigabe.

Heute fehlen sie meist, die eingängigen Bilder. Was aber noch viel schlimmer ist, man muss die Texte erst einmal übersetzen. Englisch, das keines ist, stellt hierbei noch das geringste Problem dar, deshalb will ich darauf auch gar nicht näher eingehen. Viel gravierender verhält es sich nämlich im Bereich der deutschen Sprache. Dass "so 'ne fettige Fanne" niemand freiwillig spült, ist kein Wunder. Wenn die Muskulatur im Mund schon derart träge ist, dass sie kein 'Pf' mehr artikulieren kann, wie muss es dann erst um die Hände bestellt sein!

Dramatisch für das beworbene Produkt wird es allerdings, wenn die schludrige Aussprache kontraproduktiv zur beabsichtigten Werbewirkung ist. Wer möchte denn bitteschön, wie Spee es propagiert, jede Menge "Weichspülerfrösche" in seiner Wäsche haben? Da kommen Bilder auf, die schon einen gewissen Ekelfaktor haben.

Ach, übrigens... Dove ist jetzt ganz toll, denn "es enthält Deep Care Complex". Mein erster Gedanke war: Da fehlt doch Artikel, oder? Wenn Dove den oder einen Deep-Care-Complex enthielte, könnte ich damit leben. Aber kann etwas Komplex enthalten? Wenn das stimmt, kriege ich Komplexe.

Doch der gewiefte Leser hat es sicher längst bemerkt: Diese Art der Werbung hat bei mir zweifelsohne ihr (hinter)listiges Ziel erreicht. Pril, Spee und Dove sind in meinem Kopf - und dort nicht mehr wegzudenken. Eine seltsame Aussprache, ein fehlendes Wörtchen im Text, und schon horche ich auf. Wenn dieses Prinzip erst mal die Süßwarenhersteller spitzkriegen, wird es gefährlich. Bei Süßkram kaufe ich nämlich, im Gegensatz zu Waschmittel, Spülmittel und Körperpflegeprodukten, oftmals mehr als nur eine Packung auf Vorrat.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Neue Autorenfotos





















Dienstag, 25. Juni 2013

Neue Weblesung


Wer meine Lesungen aus dem aktuellen Lyrikband verpasst hat, der kann sich ab heute bei den Weblesungen der Hamburger Kulturbehörde drei Gedichte aus dem Buch anhören.

Alle anderen können es auch.

Weblesung "dezimierung der einmachgläser"

Mittwoch, 12. Juni 2013

Liederzyklus JETZT


Zwanzig Gedichte junger deutscher Lyriker hat Stephan Stiens in seinem Liederzyklus JETZT vertont, darunter auch mein Gedicht "europa : notausgang".

Hier die Details zur Uraufführung:

Sonntag, 30. Juni 2013, 20:00 Uhr
JETZT Liederzyklus von Stephan Stiens
20 Lieder für Bariton und Gitarre
nach Gedichten von jungen deutschen Lyriker/Innen
Wolf Matthias Friedrich, Bariton
Stephan Stiens, Gitarre
Kleiner Konzertsaal Gasteig
Rosenheimer Str. 5, 81667 München
Eintritt: 15 €
Unterstützt durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Tonkünstlerverband München e.V.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Lyrik zur TeaTime


Sonntag, 02.06.2013, 17.30 Uhr
TeaTimeLesung

Arne Rautenberg und ich lesen aus unseren im Horlemann Verlag erschienenen Lyrikbänden.
Eine Veranstaltung des Literaturzentrums Hamburg.
Ort: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38
Eintritt: Euro 7,- /erm. 4,-
Kartenreservierungen unter Tel. 2 27 92 03 / 207 69 037 oder Fax 229 15 01

Das Literaturzentrum schreibt zu meinem Buch:
Reflexionen, Erinnerungen, Beziehungen - In Myriam Keils zweitem Gedichtband geht es vielfach um die Verortung des oft wackeligen Selbst und des Gegenübers, die Wahrnehmung von Räumen der Vergangenheit. Die Urbanität als Ort der Selbsttäuschung, Schnelllebigkeit und des Konsums ist ein großes Thema.

Dienstag, 23. April 2013

"Harburger AusLese" mal anders


Am nächsten Montag ist es soweit - bei der Harburger AusLese lese ich Kurzgeschichten und stelle meinen neuen Lyrikband "dezimierung der einmachgläser" vor.

Das ist aber nicht alles!

Damit der geneigte Zuhörer nach einem ermüdenden Arbeitstag noch die nötige Konzentration für Lyrik aufbringt, habe ich mir zur Auflockerung ein kleines Quiz einfallen lassen, das kaum mit Wissen, dafür aber viel mit Gespür und Glück zu tun hat. Der Gewinner erhält ein Exemplar meines ersten Lyrikbandes "ein platz am fenster".

Das alles am Montag, den 29.04.2013,
um 19.30 Uhr in der KulturWerkstatt Harburg.

Mittwoch, 13. März 2013

dezimierung der einmachgläser


Pünktlich zur Buchmesse erscheint mein neuer Lyrikband.

Erstmals vorstellen werde ich ihn am 16. März in Leipzig (Schumann-Haus, Beginn 20.30 Uhr).




dezimierung der einmachgläser

96 Seiten, Klappenbroschur,
ISBN 978-3-89502-350-7,
Edition Voss im Horlemann Verlag,
Preis: 14,90 Euro


Dienstag, 5. März 2013

Meine Lesetermine im März / April


# Samstag, 16.03.2013, 20.30 Uhr
Leipziger Buchmesse / Leipzig liest

Schumann-Haus, Inselstr. 18, 04103 Leipzig (Ost)
Der Horlemann Verlag präsentiert die neue Reihe LYRIKPAPYRI: Gregor Däubler, Myriam Keil, Andreas Münzner, Arne Rautenberg, Sabine Schiffner und Ursula Teicher-Maier lesen aus ihren Gedichtbänden.
Moderation: Mathias Jeschke
Eintritt frei

# Samstag, 23.03.2013, Beginn 9.00 Uhr
Literarischer März 2013
Lyrik-Wettbewerb um den Leonce-und-Lena-Preis sowie die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise

Centralstation, Im Carree (Nähe Luisenplatz), Darmstadt
Literatur/Saal bestuhlt, freie Platzwahl
Lesungen sowie öffentliche Diskussion der Jury, Moderation: Insa Wilke (bis 17.00 Uhr)
(Beginn jeweils 9.00 Uhr, 11.15 Uhr und 15.00 Uhr)
Die Lesereihenfolge der 9 Finalisten wird am Vortag ausgelost.
Eintritt frei
Einlass 8.30 Uhr sowie in den Pausen zwischen den Lesungen (ca. 11.00 und 14.45 Uhr)
Veranstaltet von der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Kooperation mit der Centralstation

# Sonntag, 21.04.2013, 17.05-18.00 Uhr
Hamburger Lokalradio
(96.0 MHz)
Lesung und Interview in der Sendung "Jazz und Literatur"

# Montag, 29.04.2013, 19.30 Uhr
Harburger AusLese

KulturWerkstatt Harburg, Kanalplatz 6, Hamburg
Lesung von Kurzprosa und Vorstellung des neuen Lyrikbandes "dezimierung der einmachgläser"
Eintritt 5,- Euro

Sonntag, 3. Februar 2013

Suchmeldung


WER WAR DER SYMPATHISCHE JUNGE MANN MIT DEM NETTEN LÄCHELN,
der am 30.01. bei meinem Literatur-Quickie im Feldstern war?

Er war allein da, hat mich unmittelbar nach dem Lesen angesprochen und leider auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Kurz darauf ging er, und niemand wusste, wer er war. Ich würde mich ihm gern nochmal auf dem richtigen Fuß präsentieren und bitte um sachdienliche Hinweise an meine E-Mail-Adresse! :-)

Donnerstag, 10. Januar 2013

Literatur-Quickie Nr. 219


Manchmal ist man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ob es um die Liebe geht oder um die Verlagssuche; manchmal wird man einfach gefunden. Am 30. Januar allerdings solltet ihr euch besser nicht auf Zufälle verlassen, da gibt es nur einen einzigen richtigen Ort in Hamburg, denn ich war fleißig und habe endlich mal wieder einen neuen Prosatext geschrieben. Passt genau in einen 17-minütigen Literatur-Quickie. Der findet dann auch statt.

Am 30.01.2013, um 22.02 Uhr.
Im Feldstern.
Der Eintritt ist frei. Also bringt am besten einfach mit, wen ihr unterwegs noch so findet. Vielleicht geht ihr danach ja nicht allein nach Hause. ;-)

Dienstag, 8. Januar 2013

Buchtipp "Nach dem Amok"


"Nach dem Amok" ist der Buchtipp von Tobias Sommer aus den gestrigen LeseZeichen im Bayerischen Fernsehen.