Literatur ohne festen Wohnsitz.
Lyrikbrocken und Prosaschnipsel in loser Schüttung.
Und ganz Profanes.
Montag, 26. Januar 2015
Jubiläumslesung im Literaturhaus
Wir feiern gerne. Jährlich, und am liebsten Außergewöhnliches. Deshalb veranstaltet das Forum Hamburger Autorinnen und Autoren anlässlich seines 25-jährigen Bestehens eine ganz besondere Jahreslesung. Anders als sonst wird diese nicht im Kulturhaus Eppendorf stattfinden, sondern im Literaturhaus Hamburg.
Dienstag, 03.03.2015, 19.30 Uhr
25 Jahre Forum Hamburger Autorinnen und Autoren
Lesung im Literaturhaus Hamburg
inkl. Präsentation der Anthologie "Aufgeräumt - 25 Jahre Forum Hamburger Autorinnen und Autoren" (Textem Verlag 2015)
Es lesen Sigrid Behrens, Martin Felder, Jonis Hartmann, Nathalie Keigel, Myriam Keil, Sascha Preiss, Maja Rettig, Inga Sawade, Tanja Schwarz und Silke Stamm.
http://www.literaturhaus-hamburg.de/programm/veranstaltungen/2015-03-03/25-jahre-forum-hamburger-autorinnen-und-autoren
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Hörbares
Dienstag, 30. September 2014
Nichtgedichte
Als ich das allerletzte Gedicht meines Lebens schrieb, war ich mir dessen sehr bewusst. Es war im November 2012, es war für Katrin Seddig, es war das letzte Gedicht für meinen Lyrikband "dezimierung der einmachgläser". Und eben das allerletzte Gedicht meines Lebens. Denn jenen Lyrikband hatte ich zu einer Zeit begonnen, als ich noch glaubte, dass Lyrik mir etwas bedeuten müsste, da sie mich immerhin umgab und da immerhin Menschen etwas an meiner Lyrik fanden; etwas, das ich selbst nie an ihr finden konnte, so sehr ich auch danach suchte. Ich beendete diesen Band, weil ich gerne Dinge zu Ende bringe. Ich beendete ihn im November 2012, ich hielt ihn in der Hand im März 2013, ich las das letzte Gedicht meines Lebens und fand es seltsam, wie es da so selbstverständlich auf Seite 9 stand, obwohl es doch das allerletzte Gedicht meines Lebens war.
Es kommt bisweilen noch vor, dass ich Worte finde, die sich aneinanderreihen und die früher zum Gedicht geworden wären, sich mehr als nur ein paar weitere Wort-Begleiter gesucht hätten. Heute tun sie das nicht mehr. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind nicht mehr als ein Gedanke, der sich nicht wegbewegt in die Furcht vor sich selbst oder in Abwägungen. Sie halten still in ihrem Moment.
Unter dem Hashtag #nichtgedicht finden sie sich auf meinem Twitter-Account.
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Wegweiser
Donnerstag, 5. Juni 2014
"ein platz am fenster" zum Sonderpreis
Der fza-verlag wird zum 01.07. an den FZA Verein zur Förderung von Kultur, Kunst und Wissenschaft übertragen und führt daher einen Bücherabverkauf durch. Unter anderem kann mein Gedichtband "ein platz am fenster" zum Sonderpreis von 5,90 € erworben werden. Derzeit sind noch 10 Restexemplare verfügbar.
Bestellungen sind beim Verlag unter bestellung@fza.or.at möglich.
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Donnerstag, 12. Dezember 2013
Montag, 25. November 2013
Jahreslesung 2013
Am ersten Freitag im Dezember findet die Jahreslesung des Forums Hamburger Autoren statt. Nachdem ich letztes Jahr ausgesetzt habe, bin ich diesmal wieder unter den Lesenden. Außerdem gibt es Texte von Sigrid Behrens, Karen Köhler, Tanja Schwarz, Oskar Sodux und Silke Stamm.
Statt unseres üblichen Jahrbuchs haben wir uns mal etwas anderes einfallen lassen: Ein Päckchen mit "Jahreskarten" - mehr wird noch nicht verraten. Auch die Einzelpublikationen der Forumsmitglieder liegen natürlich wieder auf dem Büchertisch und können erstanden werden.
Die Jahreslesung findet am Freitag, den 6. Dezember (20 Uhr) im Kulturhaus Eppendorf statt. Der Eintritt beträgt 5,- Euro, und nach der Lesung warten wie immer zwei leckere Suppen auf die Zuhörer, sodass niemand hungrig nach Hause gehen muss.
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Hörbares
Montag, 18. November 2013
"Herr Busfahrer, greifen Sie doch mal ein!"
Viele Leute sitzen lieber im Bus als zu stehen. Manche sogar um jeden Preis.
In den Hamburger Buslinien 9 und 262 in Richtung Wandsbek Markt gibt es fast nie einen Sitzplatz, wenn ich an der drittletzten Haltestelle zusteige. Häufig fährt der Bus inzwischen sogar ohne anzuhalten an mir vorbei, weil er überfüllt ist. Heute Morgen, um Viertel nach neun, gab es im 262er mit viel Gequetsche gerade noch ein paar letzte Stehplätze. An der Haltestelle Holzmühlenstraße stieg unter anderem ein Mann zu, der an Krücken ging und einen Schwerbehindertenausweis vorzeigte, mit dem er hoffte, den für solche Fälle vorgesehenen Sitzplatz direkt hinter dem Fahrer freigemacht zu bekommen. Doch die Platzinhaberin (ohne Schwerbehindertenausweis und ohne offensichtliches gesundheitliches Problem) verweigerte hartnäckig das Aufstehen.
Während der Busfahrer seine Verspätung aufzuholen versuchte, indem er bereits losfuhr, als er noch Fahrkarten an zugestiegene Fahrgäste ausdruckte, entwickelte sich ein lautes Streitgespräch zwischen der Sitzplatzinhaberin und einigen stehenden Fahrgästen. "Herr Busfahrer, greifen Sie doch mal ein!", verlangte die Wortführerin der Stehenden schließlich. Nach einer kleinen Unmutsäußerung tat dies der lenkende und zugleich Fahrkarten ausgebende Busfahrer. Wenn jemand einen Schwerbehindertenausweis habe, rief er nach hinten, solle man demjenigen den Platz freimachen. Der Mann mit den Krücken schwankte derweil bedrohlich hin und her und wurde - da hatte die Enge im Bus mal ihr Gutes - hauptsächlich durch die umstehenden Fahrgäste aufrecht gehalten.
Doch selbst nach der Ansage des Busfahrers weigerte sich die Sitzende, ihren Platz freizugeben. Sie sei auch krank, habe "Probleme mit Lunge, mit Herz, mit allem" und bekäme bald ebenfalls einen Schwerbehindertenausweis. Abnehmen wollte ihr das keiner so recht. "Selbst wenn", brachte es die Wortführerin auf den Punkt, "jetzt haben Sie keinen". Es fehlte nicht viel, und einige hätten die behauptete Kranke gewaltsam vom Sitz gezerrt. Zumindest die Probleme mit der Lunge waren bei ihrem stimmgewaltigen Gekeife aber auch schwer nachzuvollziehen. Und für ihr Herz wäre es vermutlich besser gewesen, die Streiterei bleiben zu lassen. Vielleicht auch, acht bis zehn Kilo abzunehmen.
Irgendwann gab man es auf, die Frau von ihrem Sitzplatz vertreiben zu wollen. Ein anderer Fahrgast machte seinen Platz für den Mann frei.
Ich habe in den völlig überfüllten Bussen in Richtung Wandsbek Markt schon einiges an Aggressionen miterlebt. Immer wieder einmal kommt es vor, dass sich der halbe Bus an irgendeiner Sache hochschaukelt. Aber wen wundert es, dass bei der herrschenden Enge die Fetzen fliegen und jemand Federn lassen muss: Kleingruppenhaltung.
An dieser Stelle mal ein Tipp an den HVV: Die Busfahrpläne an die in den letzten Jahren rasant angestiegenen Fahrgastzahlen anzupassen, würde zwar nicht gegen die Engstirnigkeit mancher Menschen helfen, könnte aber so einigen Situationen die Schärfe nehmen.
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Denkpausen
Donnerstag, 1. August 2013
Weichspülerfrösche
Früher war die TV-Werbung zwar auch nicht unbedingt besser als heute, aber immerhin eingängiger. Da gab es in unverdünntem Geschirrspülmittel badende Hände, in Milch schwimmende Schokoriegel, und die Ergiebigkeit des Weißen Riesen wurde anhand schneeweißer Bettlaken demonstriert, die an endlos langen Wäscheleinen über grüne Wiesen flatterten. Das versteht man. Das behält man im Kopf. Und dass die dazugehörigen Werbetexte in korrektem Hochdeutsch formuliert daherkamen, war eigentlich nur eine nette Beigabe.
Heute fehlen sie meist, die eingängigen Bilder. Was aber noch viel schlimmer ist, man muss die Texte erst einmal übersetzen. Englisch, das keines ist, stellt hierbei noch das geringste Problem dar, deshalb will ich darauf auch gar nicht näher eingehen. Viel gravierender verhält es sich nämlich im Bereich der deutschen Sprache. Dass "so 'ne fettige Fanne" niemand freiwillig spült, ist kein Wunder. Wenn die Muskulatur im Mund schon derart träge ist, dass sie kein 'Pf' mehr artikulieren kann, wie muss es dann erst um die Hände bestellt sein!
Dramatisch für das beworbene Produkt wird es allerdings, wenn die schludrige Aussprache kontraproduktiv zur beabsichtigten Werbewirkung ist. Wer möchte denn bitteschön, wie Spee es propagiert, jede Menge "Weichspülerfrösche" in seiner Wäsche haben? Da kommen Bilder auf, die schon einen gewissen Ekelfaktor haben.
Ach, übrigens... Dove ist jetzt ganz toll, denn "es enthält Deep Care Complex". Mein erster Gedanke war: Da fehlt doch Artikel, oder? Wenn Dove den oder einen Deep-Care-Complex enthielte, könnte ich damit leben. Aber kann etwas Komplex enthalten? Wenn das stimmt, kriege ich Komplexe.
Doch der gewiefte Leser hat es sicher längst bemerkt: Diese Art der Werbung hat bei mir zweifelsohne ihr (hinter)listiges Ziel erreicht. Pril, Spee und Dove sind in meinem Kopf - und dort nicht mehr wegzudenken. Eine seltsame Aussprache, ein fehlendes Wörtchen im Text, und schon horche ich auf. Wenn dieses Prinzip erst mal die Süßwarenhersteller spitzkriegen, wird es gefährlich. Bei Süßkram kaufe ich nämlich, im Gegensatz zu Waschmittel, Spülmittel und Körperpflegeprodukten, oftmals mehr als nur eine Packung auf Vorrat.
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Denkpausen
Mittwoch, 26. Juni 2013
Dienstag, 25. Juni 2013
Neue Weblesung
Wer meine Lesungen aus dem aktuellen Lyrikband verpasst hat, der kann sich ab heute bei den Weblesungen der Hamburger Kulturbehörde drei Gedichte aus dem Buch anhören.
Alle anderen können es auch.
Weblesung "dezimierung der einmachgläser"
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Mittwoch, 12. Juni 2013
Liederzyklus JETZT
Zwanzig Gedichte junger deutscher Lyriker hat Stephan Stiens in seinem Liederzyklus JETZT vertont, darunter auch mein Gedicht "europa : notausgang".
Hier die Details zur Uraufführung:
Sonntag, 30. Juni 2013, 20:00 Uhr
JETZT Liederzyklus von Stephan Stiens
20 Lieder für Bariton und Gitarre
nach Gedichten von jungen deutschen Lyriker/Innen
Wolf Matthias Friedrich, Bariton
Stephan Stiens, Gitarre
Kleiner Konzertsaal Gasteig
Rosenheimer Str. 5, 81667 München
Eintritt: 15 €
Unterstützt durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Tonkünstlerverband München e.V.
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Donnerstag, 23. Mai 2013
Lyrik zur TeaTime
Sonntag, 02.06.2013, 17.30 Uhr
TeaTimeLesung
Arne Rautenberg und ich lesen aus unseren im Horlemann Verlag erschienenen Lyrikbänden.
Eine Veranstaltung des Literaturzentrums Hamburg.
Ort: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38
Eintritt: Euro 7,- /erm. 4,-
Kartenreservierungen unter Tel. 2 27 92 03 / 207 69 037 oder Fax 229 15 01
Das Literaturzentrum schreibt zu meinem Buch:
Reflexionen, Erinnerungen, Beziehungen - In Myriam Keils zweitem Gedichtband geht es vielfach um die Verortung des oft wackeligen Selbst und des Gegenübers, die Wahrnehmung von Räumen der Vergangenheit. Die Urbanität als Ort der Selbsttäuschung, Schnelllebigkeit und des Konsums ist ein großes Thema.
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Dienstag, 23. April 2013
"Harburger AusLese" mal anders
Am nächsten Montag ist es soweit - bei der Harburger AusLese lese ich Kurzgeschichten und stelle meinen neuen Lyrikband "dezimierung der einmachgläser" vor.
Das ist aber nicht alles!
Damit der geneigte Zuhörer nach einem ermüdenden Arbeitstag noch die nötige Konzentration für Lyrik aufbringt, habe ich mir zur Auflockerung ein kleines Quiz einfallen lassen, das kaum mit Wissen, dafür aber viel mit Gespür und Glück zu tun hat. Der Gewinner erhält ein Exemplar meines ersten Lyrikbandes "ein platz am fenster".
Das alles am Montag, den 29.04.2013,
um 19.30 Uhr in der KulturWerkstatt Harburg.
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Mittwoch, 13. März 2013
dezimierung der einmachgläser
Pünktlich zur Buchmesse erscheint mein neuer Lyrikband.
Erstmals vorstellen werde ich ihn am 16. März in Leipzig (Schumann-Haus, Beginn 20.30 Uhr).

dezimierung der einmachgläser
96 Seiten, Klappenbroschur,
ISBN 978-3-89502-350-7,
Edition Voss im Horlemann Verlag,
Preis: 14,90 Euro
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Dienstag, 5. März 2013
Meine Lesetermine im März / April
# Samstag, 16.03.2013, 20.30 Uhr
Leipziger Buchmesse / Leipzig liest
Schumann-Haus, Inselstr. 18, 04103 Leipzig (Ost)
Der Horlemann Verlag präsentiert die neue Reihe LYRIKPAPYRI: Gregor Däubler, Myriam Keil, Andreas Münzner, Arne Rautenberg, Sabine Schiffner und Ursula Teicher-Maier lesen aus ihren Gedichtbänden.
Moderation: Mathias Jeschke
Eintritt frei
# Samstag, 23.03.2013, Beginn 9.00 Uhr
Literarischer März 2013
Lyrik-Wettbewerb um den Leonce-und-Lena-Preis sowie die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise
Centralstation, Im Carree (Nähe Luisenplatz), Darmstadt
Literatur/Saal bestuhlt, freie Platzwahl
Lesungen sowie öffentliche Diskussion der Jury, Moderation: Insa Wilke (bis 17.00 Uhr)
(Beginn jeweils 9.00 Uhr, 11.15 Uhr und 15.00 Uhr)
Die Lesereihenfolge der 9 Finalisten wird am Vortag ausgelost.
Eintritt frei
Einlass 8.30 Uhr sowie in den Pausen zwischen den Lesungen (ca. 11.00 und 14.45 Uhr)
Veranstaltet von der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Kooperation mit der Centralstation
# Sonntag, 21.04.2013, 17.05-18.00 Uhr
Hamburger Lokalradio (96.0 MHz)
Lesung und Interview in der Sendung "Jazz und Literatur"
# Montag, 29.04.2013, 19.30 Uhr
Harburger AusLese
KulturWerkstatt Harburg, Kanalplatz 6, Hamburg
Lesung von Kurzprosa und Vorstellung des neuen Lyrikbandes "dezimierung der einmachgläser"
Eintritt 5,- Euro
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Sonntag, 3. Februar 2013
Suchmeldung
WER WAR DER SYMPATHISCHE JUNGE MANN MIT DEM NETTEN LÄCHELN,
der am 30.01. bei meinem Literatur-Quickie im Feldstern war?
Er war allein da, hat mich unmittelbar nach dem Lesen angesprochen und leider auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Kurz darauf ging er, und niemand wusste, wer er war. Ich würde mich ihm gern nochmal auf dem richtigen Fuß präsentieren und bitte um sachdienliche Hinweise an meine E-Mail-Adresse! :-)
Donnerstag, 10. Januar 2013
Literatur-Quickie Nr. 219
Manchmal ist man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ob es um die Liebe geht oder um die Verlagssuche; manchmal wird man einfach gefunden. Am 30. Januar allerdings solltet ihr euch besser nicht auf Zufälle verlassen, da gibt es nur einen einzigen richtigen Ort in Hamburg, denn ich war fleißig und habe endlich mal wieder einen neuen Prosatext geschrieben. Passt genau in einen 17-minütigen Literatur-Quickie. Der findet dann auch statt.
Am 30.01.2013, um 22.02 Uhr.
Im Feldstern.
Der Eintritt ist frei. Also bringt am besten einfach mit, wen ihr unterwegs noch so findet. Vielleicht geht ihr danach ja nicht allein nach Hause. ;-)
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Dienstag, 8. Januar 2013
Buchtipp "Nach dem Amok"
"Nach dem Amok" ist der Buchtipp von Tobias Sommer aus den gestrigen LeseZeichen im Bayerischen Fernsehen.
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Sonntag, 25. November 2012
Wahrheiten aus Täuschland
Das 22. Jahrbuch des Forums Hamburger Autoren erscheint in den kommenden Tagen. Ich war erstmals Teil der Jahrbuch-Redaktion; eine ganz wunderbare, wenn auch zeitintensive und bisweilen chaotische Erfahrung. Entstanden ist ein vielversprechendes und -haltendes Buch mit dem Titel "Wahrheiten aus Täuschland", das wie schon seine Vorgänger im Textem Verlag erscheint und von der Hamburger Kulturbehörde gefördert wird.
Inhalt:
Pünktlich zum Ablauf des Maya-Kalenders geben 13 Mitglieder des Forums Hamburger Autoren einen Einblick in ihre Wahrnehmung der Welt. Die Texte bewegen sich zwischen Wahrheit und Täuschung, die Grenze ist fließend. Fische wollen nicht sterben, Kinder nicht aufhören zu schreien und die Wutbürger halten Mahnwache. Ein Olivenbaum breitet seine Flügel aus, während andernorts beim Stehenbleiben des Glücksrads das Feuer eröffnet wird. "Wir haben uns nie zu fragen getraut, worin sich dein Märchen von der Wahrheit, von unserer Wahrheit, unterschied", heißt es in einem der Texte. Die Autoren des Forums trauen sich, diese Frage in ihren Entwürfen zu beantworten. Wahrheit ist relativ, aber zwischen den Zeilen überwindet sie bisweilen die Täuschung.

Wahrheiten aus Täuschland
Forum Hamburger Autoren: 22. Jahrbuch
116 Seiten, 7 Euro,
ISBN 978-3-86485-034-9,
Textem Verlag 2012
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Druckbares
Mittwoch, 14. November 2012
Damenkränzchen mit Grog und Gebäck
Ohlsdorfer Friedhof mit Katrin und Jessica
Ohlsdorfer Friedhof, jetzt nur noch mit Katrin
Erkenntnisse:
- wiederholungswürdig
- schöne Männer küsst man gern
- nächstes Mal mehr Rum in den Tee
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Bilderbuch
Dienstag, 30. Oktober 2012
Das Kalender-Nirwana
Neulich bei der Buchhandlung meines Nichtvertrauens im Wandsbeker Quarree ...
Ich kaufe jedes Jahr den Literarischen Katzenkalender von Schöffling. Selbst wenn die Welt untergehen soll und man deshalb ja gar keinen Kalender fürs nächste Jahr mehr bräuchte. Den Literarischen Katzenkalender 2013 zu erstehen, war mein erklärtes Ziel, als ich letzte Woche zu Thalia ging, der einzigen für mich unkompliziert zu erreichenden Buchhandlung.
Wie im vergangenen Jahr suchte ich die Kalender im Erdgeschoss, wo ich diesmal nur auf einige Hamburg-Kalender stieß. Der Wegweiser an der Rolltreppe bestätigte jedoch: Alle Kalender befinden sich im Erdgeschoss. Ich sah mich noch einmal ausgiebig um, fand aber keine sonstigen Kalendarien. Die Information war nicht besetzt, und nirgendwo lief jemand mit einem Namensschildchen herum. Also stellte ich mich an der Kasse an, um nach dem Objekt meiner Begierde fragen zu können. Eine Minute später:
- Guten Tag, ich suche den Literarischen Katzenkalender, aber ich kann hier nur ein paar Hamburg-Kalender finden.
- Die Kalender sind jetzt alle oben.
- Ach so. Ich hatte mich auf das Hinweisschild verlassen, wonach sie sich im Erdgeschoss befinden.
- Ja, die sind erst seit kurzem oben.
Und so rollte ich auf der Rolltreppe ins obere Stockwerk, um dort festzustellen, dass seit meinem letzten Kalenderkauf im Jahr zuvor das Kalendersortiment massiv erweitert worden war. Nämlich auf ungefähr 100 bis 120 verschiedene Kalendermodelle; Tierkalender, Landschaftskalender, Kunstkalender und vieles mehr, leider weder thematisch geordnet noch nach Verlag, kurz: ohne jede erkennbare Ordnung. Mir blieb nichts anderes übrig, als sämtliche Ständer, Wände und sonstigen genutzten Aufhängemöglichkeiten abzusuchen; ich habe selten so viele Winkel und versteckte Ecken gesehen wie in diesem Kalenderwirrwarr. Trotz umfangreicher Suche war kein Literarischer Katzenkalender auffindbar. Gleiches Spielchen wie bereits im Erdgeschoss: Die Informationsschalter waren nicht besetzt, und nirgendwo war jemand mit einem Namensschildchen zu sehen. Notgedrungen stellte ich mich nun auch hier oben an der Kasse an. Eine Minute später:
- Guten Tag, ich suche den Literarischen Katzenkalender, aber ich konnte ihn hier nirgends finden.
- Da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen, da müssen Sie an der Information fragen.
- Die Schalter sind hier oben beide nicht besetzt, und der im Erdgeschoss auch nicht.
- Es gibt hier oben noch eine dritte Information, ganz hinten, hinter dem letzten Regal. Dort habe ich vorhin jemanden gesehen.
- Vorhin, aha. Und Sie können mir wirklich nicht weiterhelfen?
(Ich empfand die Frage als zulässig, da sich gerade kein anderer Kunde an der Kasse aufhielt.)
- Nein, tut mir leid.
Also machte ich mich auf die Suche nach dem beschriebenen dritten Informationsschalter auf dieser Etage, den ich dann auch fand, hinter dem letzten Regal und sogar besetzt. Die Mitarbeiterin war mit einer Kundin beschäftigt, die sich ausführlich beraten ließ. Einige Minuten später:
- Guten Tag, ich suche den Literarischen Katzenkalender, aber ich konnte ihn hier nirgends finden.
- Der müsste aber eigentlich da sein.
- Ich habe wirklich alles abgesucht.
Die Mitarbeiterin musterte mich, schien zu überlegen, ob die Stärke meiner Brille ausreichend war, und durchforstete dann ihren Computer.
- Ah, da ist er. Wir haben fünf Exemplare davon hier.
- Ja, aber wo denn?
- Der hing eigentlich immer da drüben.
Die Mitarbeiterin deutete quer durch den Raum, der Fingerzeig hätte auf die Platzierung fast eines jeden der 100 bis 120 Kalendermodelle am anderen Ende des Raumes zutreffen können. Das bemerkte sie dann wohl selbst.
- Ich komm mal mit Ihnen.
Und dann suchte sie. Zuerst am vermuteten Standpunkt, dann im näheren Umfeld, schließlich in sämtlichen Ecken und Winkeln des Kalenderwirrwarrs. Dabei zog sie immer mal wieder einzelne Kalenderexemplare beiseite, in der vagen Hoffnung, dahinter könne sich eine Literarische Katze verbergen. Ohne Erfolg.
- Tja, ich finde ihn auch nicht.
- Wonach sind die Kalender denn geordnet? Nach Themen ja nicht, nach Verlagen offenbar auch nicht.
- Anfangs hatten wir mal vor, sie nach Verlagen zu sortieren.
- Wäre eine gute Idee gewesen.
- Ich kann den Kalender für Sie bestellen.
- Aber laut Computer gibt es hier doch fünf Stück!
- Tja, aber wo ...
- Ja, wo nur??
- Wie gesagt, ich bestelle ihn gern für Sie.
- Aber wer garantiert mir denn, dass der bestellte Kalender dann beim Abholen auffindbar ist? Ich besorge ihn mir doch lieber über Amazon.
(Zugegeben, das war ein bisschen gemein von mir, da die Mitarbeiterin durchaus bemüht gewesen war, aber ich bin eben auch nur ein Mensch.)
Unter ihrem pikierten Blick verließ ich die Buchhandlung meines Nichtvertrauens; nach immerhin knapp zwanzig Minuten, ohne ein einziges Buch in der Hand gehabt zu haben und ohne den Literarischen Katzenkalender 2013, der in fünffacher Ausfertigung in den Untiefen der Buchhandlung verschollen blieb. Vielleicht war das ja ein Zeichen. Für den kommenden Weltuntergang oder so. Man wird sehen. Der Untergang des Buchhandels ist ohnehin längst beschlossene Sache.
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